BfR: Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?

Aktualisierte Fragen und Antworten des BfR vom 30. April 2020

Nach dem Ausbruch der Atemwegserkrankung COVID-19 durch eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) und der daraus resultierenden Epidemie in verschiedenen Regionen Chinas breitet sich das Virus derzeit weltweit aus. Verunsicherte Verbraucherinnen und Verbraucher haben beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angefragt, ob das Virus auch über Lebensmittel, importierte Produkte wie Kinderspielzeug, Mobiltelefone, Gegenstände wie Türklinken, Werkzeuge etc. sowie Geschirr und Besteck auf den Menschen übertragen werden kann. Vor diesem Hintergrund hat das BfR die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengefasst.

Fragen und Antworten des BfR vom 30. April 2020
Fragen und Antworten als PDF

#WirBleibenZuhause

Zuhause bleiben, damit sich das Virus langsamer verbreitet

Die Zeit mit Kindern, ob groß oder klein, kann dabei durchaus zu einer Herausforderung werden. Hier ein paar hilfreiche Links zu Tipps, Anregungen und Ideen für Zeitvertreib und ein gutes Miteinander in der Familie:

Zusammen gegen Corona
viele Tipps für den Alltag und einige tolle Online-Bewegungs-Anbieter

Weitere Bewegungs-Ideen:
Bewegungsspiele für zu Hause, inform
Sportanbegote für Kinder zu Hause nutzen, inform

Und Ideen für die Küche:
Einfache, schnelle Rezepte mit wenig Kalorien, die helfen, in der Corona-Zeit fit zu bleiben, BZfE
Vater-Mutter-Kind-Kochen mit Kater Cook, BZfE

Neue Servicehefte für Ärzte: Ernährung und Arzneimitteltherapie

Die Ernährung spielt bei zahlreichen Erkrankungen eine Rolle. Die KBV hat dazu für Ärzte eine Servicebroschüre herausgegeben. Praxen können die Broschüre kostenfrei (bis 5 Exemplare) bei der KBV bestellen.

Ob bei Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes: Es gibt viele Fälle, in denen eine angepasste Ernährung helfen kann. Mit der neuen Broschüre „Ernährung – Möglichkeiten der Beratung und Therapie“ will die KBV niedergelassene Ärzte dabei unterstützen, ernährungsbezogene Maßnahmen als alternative oder zusätzliche Therapieoption gezielt auf den Weg zu bringen.

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Sechs Komponenten einer gesunden Familienmahlzeit

Metaanalyse mit weltweit über 29.000 Proband*innen

Fernseher aus, sich Zeit lassen beim Essen, kein Streit bei Tisch: Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Mannheim haben Studien zur Qualität von Familienmahlzeiten ausgewertet. Ihre Ergebnisse können Eltern und Erziehungsberechtigten als Leitfaden dienen, um die Ernährungsgesundheit ihrer Kinder zu fördern. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Health Psychology erschienen.

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Veggie Burger-Inhaltsstoffe: Was ist drin?

Werbung für Veggie Burger betont in der Regel, was nicht drin ist, nämlich Fleisch. Menschen mit Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelintoleranzen, aber auch gesundheitsbewusste Verbraucher, interessiert jedoch häufig mehr als das. Sie wollen wissen, was drin ist und ob diese Inhaltsstoffe der Gesundheit zuträglich sind, oder nicht. Eine Übersicht über aktuell erhältliche Veggie Burger, Inhaltsstoffe und Bewertung hat „Ernährungsdoc“ Dr. med. Matthias Riedl, Diabetologe, Ernährungsmediziner, Internist und ärztlicher Leiter – Geschäftsführer am medicum Hamburg mit seinem Team erstellt und MeinAllergiePortal zur Verfügung gestellt.

Quelle/Übersicht über aktuell erhältliche Veggie Burger (Inhaltsstoffe, Bewertung): MeinAllergiePortal 09.09.2019

Vielseitig essen will gelernt sein

Neues immer wieder anbieten und erklären

Vor allem im Vorschulalter sind viele Kinder wählerische Esser und lehnen neue Nahrungsmittel ab, ohne sie zu probieren. Da kann es helfen, ungeliebte Obst- und Gemüsearten immer wieder bei den Mahlzeiten anzubieten und die Vorteile von Linsen und Co. in kindgerechten Worten zu erklären. Das lässt eine Studie der Washington State University Vancouver (USA) vermuten, an der 87 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und ihre Familien teilnahmen.

Innerhalb eines Zeitraums von sechs Wochen wurden Tomaten, grüne Paprika, Quinoa und Linsen auf dem Speiseplan eingeführt. Die jungen Probanden sollten an zwei Tagen wöchentlich etwas Neues verkosten. Ein Lebensmittel wurde den Kindern wiederholt angeboten, während die Betreuer bei einem weiteren Lebensmittel zusätzlich die konkreten Vorteile für den Körper erklärten.

Dazu nutzten sie kindgerechte Aussagen wie „Vollkorn hilft dir dabei, schnell zu rennen und hoch zu springen“ und „Wenn du viel Obst und Gemüse isst, wirst du nicht so schnell krank“. Die Wissenschaftler beobachteten die Kinder und notierten ihre Reaktionen. Mit Hilfe einer Ratingskala mit Smileys wurde eingeschätzt, wie lecker es ihnen schmeckte. Vor und nach den sechs Wochen sowie nach einem weiteren Monat boten sie den Kindern die Lebensmittel an und bestimmten die verzehrten Mengen.

Das wiederholte Anbieten, mit und ohne ernährungsbezogene Aussagen, erhöhte die Bereitschaft, das neue Lebensmittel zu probieren und eine größere Menge davon zu essen. Einen Monat nach der Studie aßen Kinder, denen Gemüse & Co. zusätzlich angepriesen worden war, sogar doppelt so viel davon.

Nach Ansicht der Wissenschaftler hat die Studie gezeigt, dass es bei der Einführung von neuen Lebensmitteln hilft, kindgerechte Ernährungsaussagen zu verwenden.

Quelle: www.bzfe.de 12.06.2019

Original: Lanigan, Jane et al. (2019): Child-Centered Nutrition Phrases Plus Repeated Exposure Increase Preschoolers’ Consumption of Healthful Foods, but Not Liking or Willingness to Try. Journal of Nutrition Education and Behavior, Volume 51, Issue 5, 519 – 527
https://doi.org/10.1016/j.jneb.2019.02.011