Sind Gemüsechips gesünder als Kartoffelchips?

Gemüsechips sind Trend und deshalb immer häufiger als Alternative zu Kartoffelchips in Supermärkten zu finden. Doch ob aus Roter Bete, Pastinaken, Wirsing, Süßkartoffel, Zucchini oder Möhre: Gemüsechips enthalten relativ viel Fett, denn sie werden entweder frittiert oder gebacken, meistens mit Sonnenblumenöl. Damit kommen meist mehr als 30 Gramm Fett pro 100 Gramm zusammen. Das ist ähnlich viel wie in Kartoffelchips. Damit gibt nur geringe Unterschiede im Fett- und Kaloriengehalt.

Positiv ist, dass Gemüsechips einen relativ hohen Ballaststoffgehalt haben, etwa dreimal so hoch wie der von Kartoffelchips. Zudem beschränken sich die Hersteller von Gemüsechips auf wenige Zutaten wie z.B. Gemüse, Sonnenblumenöl und Salz. Der Salzgehalt ist im Vergleich zu Kartoffelchips etwas geringer, aber eine Portion deckt bereits 10 % der maximalen Salzempfehlung.

Gemüsechips selber machen
Roh geknabbert oder fettarm zubereitet ist Gemüse immer die beste Wahl. Für Gemüsechips und andere Snacks gilt deshalb: Besser nur ab und zu und in Maßen! Doch Gemüse- und Kartoffelchips lassen sich auch leicht selbst herstellen. Dabei hat man es selbst in der Hand, wie viel Fett in den Chips steckt. Auch lassen sich die Gewürze je nach nach Geschmack variieren.

Rezept für Gemüsechips: Für die Gemüsechips eignen sich gut Süßkartoffeln, Rote Bete, Möhren, Wirsing oder Zucchini. Das Gemüse waschen und schälen. Mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl mit etwas Salz (nach Geschmack auch andere Gewürze) mischen. Die Gemüsechips hineingeben und mit dem Würzöl bedecken. Gemüsechips gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Backblech bei 100°C in den Ofen schieben, am besten einen Holzlöffel in die Tür klemmen.

Nach 30 Minuten auf 70°C zurückschalten und etwa 45 – 60 Minuten weitertrocknen. Je nach Dicke der Scheiben kann es auch etwas länger dauern, deshalb öfter mal einen Blick auf die Gemüsechips werfen.

Quelle:
VZ NRW e.V., 16.02.2016