Wie sinnvoll ist die Extra-Portion Eiweiß?

Proteinzusatz in Lebensmitteln

Eiweißhaltige Lebensmittel liegen im Trend, weil sie angeblich gesund sind und beim Abnehmen helfen können. Der Trend wurde größtenteils durch verschiedene Diäten und durch den Fitnessboom geprägt. Leistungssportler und Bodybuilder setzen schon lange darauf, Eiweiß in Pulverform oder Riegeln zu sich zu nehmen, um mehr Muskelmasse aufzubauen.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass sich eine Gewichtsreduktion in den ersten drei bis sechs Monaten mit einem höheren Proteinanteil in der Ernährung erzielen lässt. Längerfristig klappt das nicht, denn auch Eiweiß liefert Energie. Es hat genauso viele Kalorien wie Kohlenhydrate und wir nehmen nach einiger Zeit wieder zu.

Die Ernährungsindustrie macht sich diesen Trend zunutze. Die Produkte sind meist doppelt so teuer wie vergleichbare herkömmliche Lebensmittel. 200 Millionen Euro Umsatz wurden im letzten Jahr mit solchen Proteinprodukten erzielt. Vier Jahre zuvor waren es nur 50 Millionen.

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Der Nachhaltige Warenkorb

Frage des Monats: Wie kann eine Bio-Paprika rund 1,50 Euro kosten und normale Paprika 1,50 Euro pro Kilogramm?

Konventionell angebaute Paprika kostet im Supermarkt oft weniger, verursacht aber an anderer Stelle Kosten: So werden in der konventionellen Landwirtschaft zum Beispiel Düngemittel und Pestizide eingesetzt, die das Trinkwasser belasten und daraus wieder entfernt werden müssen. Wo im ökologischen Gemüseanbau auf synthetisch-chemische Mittel verzichtet wird, muss mehr mechanisch und zum Teil händisch gepflegt werden. In der Bio-Landwirtschaft arbeiten daher mehr Menschen. Bio-Paprika ist außerdem teurer, da im Ökolandbau weniger geerntet wird. Denn Bio-Bauern pflanzen teils robustere, aber weniger ertragreiche Sorten an und düngen weniger. Und sie müssen Paprika mit anderem Gemüse zusammen anpflanzen, damit paprikaliebende Schädlinge nicht so leicht angezogen werden. Unser Einkaufstipp: Biologisch, saisonal und regional Angebautes ist am nachhaltigsten. Wem das zu teuer ist, der sollte darauf achten, dass mindestens eines der drei Kriterien erfüllt ist. Saisonale Lebensmittel beispielsweise können in der Hauptsaison, wenn das Angebot groß ist, besonders günstig sein.

Quelle und mehr Informationen:

https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/frage-des-monats/
https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/bio-lebensmittel-kaufen/
https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/saisonal-und-regional/

Mindesthaltbarkeit: Regeln und Irrtümer

Was bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)?

  • Lebensmittel in Fertigpackungen dürfen laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder ein Verbrauchsdatum tragen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels ist das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält.
  • Das MHD eines Produktes wird nicht vom Gesetzgeber bestimmt. Verantwortlich ist laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (§3 Abs. 1nr 4 in Verbindung mit §7) der Inverkehrbringer.

Mindeshaltbarkeitsdatum als Verkaufsinstrument?

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Qualifizierte Ernährungsberatung und Ernährungstherapie in Rheinland-Pfalz

Schriftzug QZEDer Qualitätszirkel Ernährung Rheinland-Pfalz QZE e.V. ist ein Zusammenschluss von zertifizierten Diätassistentinnen und Diplom-Oecotrophologinnen, die selbständig im Bereich der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie tätig sind.

Das Ziel unseres Qualitätszirkels ist die Qualitätssicherung unserer beratenden und therapeutischen Tätigkeit zum Beispiel durch aktuelle Fachinformationen, Fachvorträge (auch durch externe Referenten) mit anschließender Diskussion oder Fallbesprechungen. „Qualifizierte Ernährungsberatung und Ernährungstherapie in Rheinland-Pfalz“ weiterlesen

Selbst schuld!

Warum Menschen mit Übergewicht nicht selbst schuld, sondern Opfer ihrer Umwelt sind.

von Dr. Eckart von Hirschhausen

Im Mittelalter war klar: Krankheiten sind eine Strafe Gottes, und der Leidende hat sein Elend verdient, egal wie. Heute sind wir bei manchen Krankheiten immer noch der Ansicht, das haben sich die Leute selbst zuzuschreiben! Vor allem Übergewichtige haben „gesündigt“ oder sind einfach zu willensschwach, um den lockenden Kalorien charakterlich etwas entgegenzusetzen.

So landen Dicke in einem Topf mit Alkoholikern und Rauchern. „Selbst schuld!“ weiterlesen

Insektenriegel für mehr Fitness

Kölner Start-up produziert innovative Sportnahrung mit hochwertigem Protein aus gemahlenen Insekten

SWARM insekten Protein

Von der biblischen Plage zum modernen Power-Food: Das Kölner Start-up „SWARM Protein“, EXIST-gefördertes Gründungsprojekt der Deutschen Sporthochschule, bringt als erstes Unternehmen in Deutschland hochwertige und leckere Proteinriegel aus gemahlenen Insekten auf den Sportnahrungsmarkt. Weiterer Partner ist das Leibniz-Institut ATB.

Die Schweizer haben es vorgemacht: Dort trat am 1. Mai dieses Jahres ein Gesetz in Kraft, das Grillen, Wanderheuschrecken und Mehlwürmer im Supermarkt erlaubt. Nun will SWARM Protein den deutschen Markt überzeugen, dass sechsbeinige Krabbler eine perfekte Proteinquelle und ein nachhaltiger Ersatz für Fleisch oder Molke sind. „Insektenriegel für mehr Fitness“ weiterlesen

Warum teurer Wein scheinbar besser schmeckt

Kostet eine Flasche mehr, spielt uns das Belohnungszentrum im Gehirn einen Streich

Preisschilder beeinflussen die Wahrnehmung: Der gleiche Wein schmeckt Probanden besser, wenn er mit einem höheren Preis ausgezeichnet ist. Wissenschaftler der INSEAD Business School und der Universität Bonn haben herausgefunden, dass das Belohnungs-Zentrum im Gehirn eine positive Geschmacks-Wahrnehmung verstärkt. Insbesondere sind dabei das Frontalhirn und das ventrale Striatum beteiligt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht. „Warum teurer Wein scheinbar besser schmeckt“ weiterlesen

Alles zu Allergien

Neues Portal jetzt online

Allergieinformationsdienst
Seit dem 13. April ist das neue Allergieportal vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) online: www.allergieinformationsdienst.de. Von der Diagnose über Therapiemaßnahmen bis zu zahlreichen Tipps zu Vorbeugung und Schutz findet sich hier ein ganzes Portfolio zum Thema. Die vom Helmholtz Zentrum München aufgebaute Seite richtet sich an Personen mit Allergien oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sowie ihre Angehörigen. Der Allergieinformationsdienst bietet aktuelle, wissenschaftlich geprüfte Information aus allen Bereichen der Allergieforschung und Allergologie in verständlich aufbereiteter Form an.

Darüber hinaus gibt es Patiententage, bei denen Allergologen und Allergieforscher Vorträge zum aktuellen Stand des Wissens halten. Betroffene und Angehörige haben zudem die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit den Wissenschaftlern zu kommen und ihre individuellen Fragen an sie zu richten.

Im Bereich Downloads werden zudem kostenlose Materialen zum Herunterladen angeboten.

Quelle: BZfE 19.04.2017